Was steckt in der Wand?

Beton? Holz? Oder Ziegel?

Schauen Sie mit uns hinter die Fassade!

Wenn ein Haus verputzt ist, sieht man ihm oft nicht mehr an, woraus es gebaut wurde. Aber die „inneren Werte“ zählen nicht nur bei Menschen – auch bei den eigenen vier Wänden kommt es auf den Charakter an. Schließ­lich will man auch mit diesem Zuhause alt werden.

Deshalb haben wir einmal hinter die Fassaden geschaut. Wir zeigen Ihnen ein klassisches Ein­familien­haus – außen gleich, innen dreimal anders: aus Beton, aus Holz und aus Ziegel.

Und damit Sie das alles gut vergleichen können, haben wir unsere drei Häuser exakt gleich ausgelegt. Der U-Wert ist bei allen drei Häusern 0,18 W/m2K. Die Außen­wände sind 168, die Innen­wände 151 Quadrat­meter groß, ohne Fenster und Türen.

Was steckt in der Wand?

Das Haus aus Beton

... und Stahl, und Gewebe, und WDVS

Die unverputzten Wände bestehen aus:
  • 6 Tonnen Stahl
  • 58 Kubikmeter Beton
  • 168 Quadratmeter Gewebe
  • 30 Kubikmeter Polystyrol-WDVS

So wird gebaut:
6 Tonnen Stahl bilden das Gerüst und sorgen für Stabi­lität. Das Stahl­gerüst wird mit Beton aus­gefüllt und anschlie­ßend mit einer mehr­schichtigen Konstruktion aus Folien, Gewebe und Polystyrol isoliert, also mit einem Wärme­dämm­verbund­system (WDVS). Hinter­her sind die Wände 42 Zentimeter dick: 24 Zentimeter Stahl­beton plus 18 Zentimeter Dämmung.

Das Haus aus Holz

... 20% Holzanteil

Die unverputzten Wände bestehen aus:
  • 7 Kubikmeter Holz
  • 33 Kubikmeter Mineralfaser
  • 638 Quadratmeter Spanplatten
  • 168 Quadratmeter Folien und Gewebe
  • 8 Kubikmeter Polystyrol-WDVS
So wird gebaut:
Für den Leicht­bau (Holz­stände­rwand) wird Holz verbaut – insgesamt macht das Holz am Ende etwa 20 Prozent der Bau­substanz aus. Die Zwischen­räume werden mit Mineral­fasern gefüllt und mit Span­platten sowie Folien und Gewebe abge­dichtet. Außen kommt eine zusätzliche Iso­lierung drauf, ein Wärmedämm­verbund­system. Die Wand­dicke liegt am Ende bei 32 Zentimetern.
 

Das Haus aus Ziegeln

... gebrannter Lehm und natürliches Perlit

Die unverputzten Wände bestehen aus:
  • 36 Kubikmeter gebranntem Lehm
  • 38 Kubikmeter natürlichem Vulkan­gestein (Perlit-Dämmung)
  • 815 Kilo Dünnbettmörtel

So wird gebaut:
Stein auf Stein, und in jedem dieser Steine steckt ein natürlicher Dämm­stoff: Perlit, also Vulkan­gestein. Mit mineralischem Mörtel werden die Wände gemauert.

So entsteht eine 38,5 Zenti­meter dicke mono­lithische Wand. Hier muss nichts mehr gedämmt werden, das erledigen die gefüllten Ziegel.
 
Die unverputzten Wände im direkten Vergleich

Für Sie noch einmal in aller Kürze grafisch aufbereitet.